Samstag, 25. April 2015

Wer nix einzahlt kann eben nicht schwimmen!

Wer nix einzahlt kann eben nicht schwimmen

Eigentlich sollte es ein vergnüglicher Samstagabend werden, zu dem ich mich mit 2 Bekannten verabredet hatte. Leider war ich in der Woche davor krank gewesen und bin - natürlich, als Selbständige - viel zu früh wieder arbeiten gegangen. Ich war einfach groggy und bin dann doch noch - eher pflichtbewußt - losgezogen. Wir saßen an einer extrem belebten Strasse und konnten kaum unser eigenes Wort verstehen, was für mich schon einer Herausforderung gleich kam. Die beiden anderen Frauen sind bereits beide nicht mehr berufstätig, wobei die eine es das letzte Mal vor der Geburt ihrer Tochter - also gut 30 Jahre passé - war und die andere hat dann selbstredend nur halbtags gearbeitet. Sie waren - im Gegensatz zu mir - sehr entspannt.
Kaum saß ich, wurde ich mit den freundlich, bedauernden Worten :"Du hast müde Augen...siehst aber sonst gut aus" bedacht, woraufhin ich mit Sarkasmus antwortete, dass ich ja dafür eine megahohe Rente zu erwarten hätte. Es entstand eine kurze Diskussion, die schließlich mit dem immer, bereits bekannten, und oft gehörten Satz: "Wer nix einzahlt, kann eben auch nix rauskriegen* auf den Punkt kommt.
Dieser Satz ist von diesen beiden Frauen noch nicht einmal böse gemeinst, sondern einfach nur dumm. Obwohl sie einen Großteil meines beruflichen Lebens kennen, wohlwissend, dass kaum eine Möglichkeit bestand auch nur annähernd für eine Rente vorzusorgen, die die Grundsicherung übersteigt, geben sie einen solchen Kommentar ab. Für mich fühlt sich das so an, als ob ich den Bootsflüchtlingen zurufen würde, dass sie bitte erst mal schwimmen lernen bevor sie sich von Schleppern auf ein Boot stecken lassen.
Diese beiden Frauen, die natürlich nur fein leben können, weil sie Männer hatten, die ihnen das ermöglichten, sind sich in keiner Weise über die Kränkung im Klaren, die sie mir damit signalisieren:
Leider ist es in unserem Staat immer noch so, dass ein Kind quasi schon ein Armutsrisiko birgt, wenn nicht gleich die Heirat und somit der Versorgungsausgleich besteht. Die Selbständigkeit ist leider auch im Mittelstand heute ein weiteres Handicap bewahrt aber immerhin vor der Arbeitslosigkeit, da niemand gern eine alleinerziehende Mutter im mittleren Alter (Ü40) einstellt.
Also hätte ich wohl mal schwimmen lernen sollen;D
Diese beiden Damen lege ich nun ad acta.....Empathie gibt es wohl nur in gleichen bzw. ähnlichen Gruppen.

Sonntag, 12. April 2015

Auf ein Neues :-)

Habe gerade nachgeschlagen wann ich das letzte Mal ein paar freie Tage hatte. Es war letztes Jahr im Juli. Aba gezz!
Noch vor 2 Monaten fragte mich ein Freund wie es sich denn so anfühlt mit meinem neuen Laden. Damals konnte ich diese Frage noch gar nicht beantworten: gestresst wie ich war, hatte ich mir noch nicht die Zeit nehmen können auf meine eigene Befindlichkeit zu achten. Erst jetzt, nach einem Vierteljahr...bemerkte ich, dass so gar kein Gedanke abschweifte in Richtung meines alten Ladens....kein Zurückerinnern, keine Wehmut, noch nicht einmal der Wunsch mal vorbeizufahren um zu schauen, wie es dort jetzt aussieht (einige Klienten berichteten sowieso brühwarm :-))))). Ein Jahrzehnt scheint wie ausgelöscht... kein Bedauern, kein Rückblick sondern vielmehr Freude über den neuen Standort. Jeden Tag aufs Neue der Genuß des neuen Arbeitsplatzes mit all seinen extremen Vorteilen. Entspanntes Arbeiten, netteres Klientel, weitaus weniger Stress durch die ewige Hin- und Herfahrerei und auch noch schönere Räumlichkeiten - wie meine Kundschaft (die auch wirklich alle mitgekommen ist!) mir auch bestätigt. Wehmut nur, dass es erst nach fast 11 Jahren geklappt hat....wie schön wäre es für mich gewesen, als mein Kind noch klein war.....:-/.
Nun, so habe ich jetzt meine Option fürs Alter....wollen wir hoffen, dass es so bleibt, wie es jetzt ist, denn so ist es richtig schööööööööööööööööön!!
.....aber was ist Freude ohne Wehmut....da war doch noch was!

https://www.youtube.com/watch?v=0qouQRmWzqc

Freitag, 5. April 2013

Operation Steppenhund;-)

Samstag, 30. März 2013

...

Wetter (docx, 50 KB)

Donnerstag, 21. März 2013

...

frau-holle (docx, 65 KB)

Sonntag, 17. März 2013

-.-

manchmal denke ich an dich..
aber ich rufe Dich nicht an....denn was ich denke kommt mir sehr weithergeholt vor....
manchmal denke ich an dich...und dann möchte ich Dich ...
von
weit
her
holen

Regal - Fang hui -und wech

Nachdem ich irgendwann im letzten Jahr beschlossen habe, meinen Schlafraum zum Garten hin zu verlegen hat sich bei meinen Umräumarbeiten ein Zustand ergeben, den ich ein gutes halbes Jahr ertragen habe bis der status quo sich nun wieder verändert hat.
Zunächst sollte der geneigte Leser wissen, dass ich Bücher hege und pflege. So habe ich vor einigen Jahren sogenannte Bücherkästen erworben - jeder einzelne Kasten ist mit einer arretierbaren Glasscheibe versehen - die natürlich stabelbar sind und so aus reinem Buchenholz bestehend ein wunderschönes Regal bilden. Man kann zwei, drei, vier oder mehr übereinanderstapeln.
Da man die Glasscheibe erst nach vorne aufklappt um sie dann in den Kasten hineinzuschieben benötigt man natürlich nach vorne hin Platz. So weit so gut.
Nun waren durch meinen Umbau seit gut einem halben Jahr quasi
2 Kästen gar nicht erreichbar und 2 weitere nur schwer, weil sie an der Längsseite vom Bett stehen und damit den alten Kaminbereich ausfüllen.
Obwohl ich natürlich Bücher und Dinge in die wenig nutzbaren Regale gefüllt habe von denen ich dachte, dass ich sie nicht vermissen würde, war es mir unerträglich keinen direkten Zugang zu haben, und wie der Teufel es wollte waren gerade die Bücher die ich mal greifen wollte nicht parat.
Jetzt habe ich umgeräumt. 2 nach oben aufklappbare- vom Schreiner gebaute Kisten -füllen nun die Lücke vom Bett bis zur Wand und alle Regale wurden gesichtet und neu umgeräumt.
Dabei wurden einige Bücher und auch Dinge die sich in den Regalen befanden aussortiert.
In meinen Regalen befand sich eine sogenannte 'Frauenecke' die auch noch Bücher von Alice Schwarzer und diversen Anitmärchenprinzenliteratur enthielt.....sie sind nun im Container...ich brauche sie nicht mehr. Auch sogenannte Ratgeber-Bücher erfreuen nun den Container.
Endlich habe ich wieder Zugriff auf meine Goethe-Werke (weiß der Himmel warum ich ihn mag) auf Heine, Hesse und Konsorten aus einer früheren Zeit, von denen ich dachte, dass ich sie nur noch hege....Trotzdem habe ich sie vermißt! Einfach so, nicht jederzeit Zugang zu haben war mir ein Greuel.
Natürlich freue ich mich auch, mein altes klappbares Schachbrett wieder im Auge zu haben (ich habe es mit 18 Jahren überall mit hingeschleppt, in der Hoffnung jemanden zu finden, der mit mir spielt). Vielleicht findet sich ja mal wieder einer.
Dann ist da noch der alte Karteikasten, randvoll gefüllt mit immens wichtigen Briefen aus meinem Leben (es ist so ein langer....aus Holz- wie fast alles bei mir).
Hörbücher und Fots schmücken auch eines der Regale.....alles andere sind tatsächlich Bücher......sonst nix.
Regale geben 'sichtbar' Auskunft über den Besitzer, seine Vorlieben und seine Vergangenheit ;-)

Sonntag, 17. Februar 2013

Kleine Brötchen

Manchmal bin ich eine richtig doofe Zicke!!!

Pünktlich zum Wochenende kam der Bescheid vom Finanzamt mit der erwarteten hohen Nachforderung. Es ist eben doch noch mal was anderes, wenn man das Desaster so schriftlich vor Augen hat, so realistisch ;-//

Das Ersparte der letzten 2 Jahre ist fast dahin :-/.- Da kann einem doch schon mal die Laune vergehen...Menno!

Zudem nimmt der Betrug in unserem 'Gewerbe' immer mehr zu. Meine Mitstreiter auf einem inzwischnen eng gewordenen Markt blähen sich mit erfundenen Fertigkeiten auf, betrügen,gehen Deals mit Ärtzen ein, beschäftigen unqualifiziertes Personal und nehmen Phantasiepreise -die sie auch noch bekommen.
(Wir wissen ja: was teuer ist, ist eben auch mehr wert).
Leider habe ich es immer noch nicht gelernt für mich die Werbetrommel zu schlagen sacht meine Marketing-Frau ( hört sich großspurig an ;-) ist eine Frau, die meine Webseite verändern soll, so dass ich sie demnächst selbst verändern kann - also langfristig eine Einsparung).

Fazit: wenig Geld für viel Arbeit, mit Blick auf Altersarmut.

Zudem liegt meine Praxis eben in einem Stadtteil wo die Reichen u. Schönen wohnen, dekadent, arrogant, mitleidlos, politisch FDP, Männer alt und wohlhabend, Frauen jung, blond - innen und außen...usw.
NEIN! Ich habe keine Vorurteile....das Gros ist hier tatsächlich so - und noch schlimmer.

Wenn ich mal zart was andeute (jawoll ich kann auch zart...tststs) dann kriege ich gleich die 'Neiddebatte' um die Ohren gehauen.
Schomma einer davon gehört, dass es vielleicht mit ein bischen Umverteilung allen besser ginge ? Schlagwort: soziale Gereichtigkeit?

Da kannze doch schomma grantich werden ----- leider erwischt es dann immer den Falschen, in diesem Fall die Falsche ;-/.

Kommt ne Bekannte gesterm zur Tür herein und nach nem 'Tachchen' und 'komm rein', mache ich eine saudumme Bemerkung über ihre Frisur.....oh jeeeeeeeeeee.....voll das Fettnäpfchen. Ich sach ja....manchmal kommen mir die Worte so aussem Mund gepurzelt, dass ich keine Chance mehr habe sie zurückzupfeifen.
Natürlich hat die Frau keine Ahnung wem das Geblaffe wirklich galt.......
....und gezz geh ich wohl ma kleine Brötchen backen.....


P1040146

Samstag, 9. Februar 2013

davy's on the road again

Irgendwann - zum Ende des Jahres 2012 - habe ich nach ca. 15 Jahren mal wieder Radio gehört - beim Saubermachen - einfach so.
Zunächst einmal mußte ich mein Radio in Position bringen (zentrale Stelle Küche) einen Sender suchen (natürlich einer den ich aus früheren Zeiten her kannte) und dann startete meine normale Putzaktion. Je nach Liedchen wurde mal mehr o. mal weniger schwungvoll der Putzlappen geschwungen.
Seither höre ich nun wieder - und bin sichtlich erstaunt, dass tatsächlich noch Musik gespielt wird, an die ich mich von früher erinnere.
Heute lief:
http://www.youtube.com/watch?v=JygoPBjY0C4

ein Lied aus wirklich alten Zeiten:
Frühmorgens auf dem Weg mit der 750er Honda nach Korsika lief dieses Lied so 1980 und ich war voller Vorfreude.
Einen Monat später begann mein Studentenjob in einer Fabrik-----und am ersten Arbeitstag....lief ebenfalls dieses Lied....Vor lauter Selbstmitleid liefen mir die Tränen über mein 'hartes Schicksal'....anstatt nach Korsika gings zur Maloche ;-)-
Erinnerungen die wir eben mit einer Musik verbinden - ich bin froh, dass ich sie wiederhabe......und weiß jetzt auch zu schätzen, dass ein lieber Freund in diesen letzten - doch sehr harten - Jahren mir hin und wieder mal eine CD auf den Schreibtisch legte.....

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Wer nix einzahlt kann eben nicht schwimmen Eigentlich...
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